Datenbanken IV: Andere
Es gibt natürlich noch weitere Datenbanken, die euch nicht vorenthalten bleiben sollen. Dazu gehören Chemical Abstracts, CAPlus vom Chemical Abstracts Service (CAS), auf welche wie bereits erwähnt vom SciFinder aus zugegriffen werden kann. Weitere sind Medline (PubMed), STNeasy, (Scopus (Elsevier), EBSCO (für Zeitschriften).
Außerdem bietet der Science Citation Index die Möglichkeit zu erfahren, wie häufig ein Autor in anderen Veröffentlichungen zitiert wurde, um abzuschätzen, wie „wichtig“ das Thema ist.
Und zu guter Letzt wäre da noch Google Scholar. Auch hier kann sich ein Blick lohnen, vor allem wenn man gerade keinen Zugriff auf den SciFinder hat.
Datenbanken III: Organic Syntheses Database
Eine andere interessante Datenbank ist die Organic Syntheses Database. Diese bietet den Vorteil, dass die darin veröffentlichten Reaktionen und Synthesen zuvor getestet wurden, und damit auch funktionieren sollten. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mittels integriertem Editor eine Formel zu zeichnen und nach Referenzen zu suchen, sofern man ein Plugin installiert. Auch hier wird der Zugriff nur von einem Uni-Rechner oder mittels VPN-Client erlaubt.
Datenbanken II: Der Beilstein
Eine weitere große Datenbank ist der Beilstein.
Diese ist zu erreichen über:
• “Beilstein Online” über STN International [Scientific and Technical information Network]
Oder FU-Berlin-intern
• “Beilstein Inhouse” mittels Crossfire Commander
Beilstein CrossFire plus Reactions bietet den gesamten Inhalt des gedruckten Handbuchs und halbwegs aktuelle Literatur (vierteljährliche Updates), Zugang zu Online-Literatur und natürlich chemischen Reaktionen. Dabei ist die Auswahl allerdings eher auf einstufige Reaktionen beschränkt.
Durch die komfortable Suchfunktion ist die Recherche natürlich weitaus einfacher und schneller handzuhaben als mit der gedruckten Version.
Die Datenbank beinhaltet viele Millionen Strukturen, Reaktionen und Informationen dazu.
Datenbanken: Der SciFinder Scholar
Eine der komfortabelsten Möglichkeiten, Zugriff auf mehrere Datenbanken gleichzeitig zu erhalten ist der SciFinder Scholar.
Mit diesem Programm bekommt man von einem Unirechner oder mittels des für Studenten zugänglichen VPN-Klienten Zugriff auf die folgenden Datenbanken:
CAplus (Umfangreiche Chemische bibliographische Referenzen mit Abstracts und Indexbegriffen)
CASREACT (Ein- und Mehrstufenreaktionen)
CAS Registry (CAS Registry Numbers für organische and anorganische Verbindungen,
Angaben zur Substanzidentifikation sowie berechnete und experimentelle Eigenschaften)
Medline (Bibliographische Referenzen)
CHEMCATS (kommerziell erhältliche Chemikalien)
CHEMLIST (chemical regulatory information)
Dabei bietet der SciFinder Scholar mehrere Möglichkeiten der Suche.
So kann z.B. nach Veröffentlichungen von bestimmten Autoren, Zeitschriften oder Ähnlichem gesucht werde. Weiterhin können in die Suche verschiedene Informationen wie z.B. Veröffentlichungsjahr eingebracht werden, um diese genauer zu gestalten.
Ein weiteres sehr wichtiges Feature ist die Möglichkeit, eine chemische Reaktion in den integrierten Editor zu zeichnen und dann nach entsprechenden Referenzen zu suchen.
Alles in Allem ist der SciFinder Scholar eine gute Möglichkeit, schnell und komfortabel Informationen über verschiedenste chemische Reaktionen und den dazugehörigen Referenzen zu erhalten. Ob dabei nach einer bestimmten Veröffentlichung gesucht wird oder man alle Referenzen zu einer bestimmten Reaktion sucht, meist wird man hier fündig.
Auch wenn es sich bis jetzt fast so anhört, ich bekomme (leider) kein Geld für Werbung und mache diese auch nicht, es ist nun mal meiner Meinung nach so, dass der SciFinder eine der handlichsten Möglichkeiten darstellt, Informationen zu finden.
So, und deshalb nun zu den nicht ganz so positiven Aspekten, die natürlich nicht verschwiegen werden sollen:
Die Verwendung des SciFinder Scholar ist nicht kostenlos. Man kann wie bereits erwähnt von einem Universitätsinternen Rechen darauf zugreifen. Weiterhin hat man mittels des VPN-Klienten auch vom Privatrechner aus Zugang. Leider besitzt die FU-Berlin nur die Rechte auf 5 gleichzeitige Sitzungen, d.h. es kommt häufig vor, dass einem der Zugang verweigert wird und man warten muss.
Dreidimensionale Strukturdaten
Weiterhin gibt es mehrere Sammlungen von dreidimensionalen Kristallstrukturen:
1. Cambridge Structural Database organische und metallorganische Verbindungen, Kristalle, cif-files
2. ICSD – Inorganic Crystal Structure Database Kristalldate von rein anorganischen Verbindungen
3. PDB, Molecules To Go Proteindatenbank, interaktive Suche
5. RCSB Protein Data Bank PDB
4. Nucleic Acid Database (NDB) (Rutgers University)
Thermodynamische Daten, Spektren, spezielle Eigenschaften
Es gibt viele Programme, die einem verschiedene Spektren mehr oder weniger korrekt vorausberechnen, wie z.B. ChemDraw. Dies ist meist nicht genau genug für einen 100 prozentigen Vergleich, um jedoch zu schauen, was für eine Verschiebung man im NMR-Spektrum erwartet oder wie viele Signale vorhanden sein sollten, ist dies eine gute Möglichkeit. Nur ist wie gesagt die Lage der Signale nicht immer genau zutreffend.
Eine weitere Web-gestützte Möglichkeit bieten verschiedene Anbieter in Form von Spektrendatenbanken.
Hier eine Auswahl:
1. NIST Chemistry WebBook
2. Landolt-Börnstein Search Fundstellen im gedruckten Werk)
3. SDBS Spectral Database for Organic Compounds
4. NMRShiftDB NMR Shift Database (hauptsächlich 13C-NMR)
5. SpecInfo
Sicherheitsdaten, Stoffeigenschaften
Gehen wir zunächst auf allgemeine Dinge wie Sicherheitsdatenblätter und Stoffeigenschaften ein.
Frei zugänglich sind:
1. euSDB Sicherheitsdatenblätter
2. ChemDAT Merck Chemikalienkatalog online, Substanzdaten, Sicherheitsdatenblätter
3. GESTIS Gefahrstoffinformationssystem
4. ChemFinder (kleine Moleküle)
5. The Merck Index (Arzneimittel etc.; CD-ROM)
Außerdem wären da noch die ChemDB – Chemikaliendaten, CAS Registry, Beilstein und Gmelin, auf die man allerdings keinen freien Zugriff hat. Man benötigt für diese einen Hochschulzugang oder eine gesonderte Anmeldung, die nicht immer kostenlos ist.
IT-Webrecherche
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Informationen über chemische Reaktionen, Spektren verschiedenster Arten, Sicherheitsdatenblätter und Ähnliches zu erhalten. Zum einen wäre da die Bibliothek. Wer jedoch auch nur ansatzweise unter zeitlicher Begrenzung arbeitet, für den bieten verschiedene Stoffdatenbanken eine hervorragende Alternative.
Doch welche Datenbank ist für mein Thema nun die richtige und wie erhalte ich Zugriff auf die Daten?
Um diese (und ähnliche) Fragen zu beantworten findet man hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Datenbanken für chemische Reaktionen, Veröffentlichungen, Spektroskopie.
Für einige der Dienste ist der Zugang nur von Hochschulinternen Rechnern oder mittels für Studenten zugänglichen VPN-Client möglich. Wenn dies der Fall ist wird hier im Text darauf hingewiesen. Sollte ich dies einmal vergessen haben, sorry, ich bin auch nur ein Mensch.
Ach ja, wer Rechtschraibfehler findet, darf sie behalten.